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Workshop
 
 

Wieweit darf der Mensch sein ?
Ein Filmgespräch mit Sargut Şölçün

Ein Filmgespräch ist eine vielseitige Kommunikationsform, ein Austausch von Gedanken und Gefühlen, Bildern und Worten in Rede und Gegenrede - nicht nur über die Filme, sondern auch mit den Filmen.

Der Film ist ein besonderer Text, dessen Sprache mit den Bildern produziert wird. Dieser Text verlangt von uns, das in den die Handlung ausmachenden Szenen Erzählte zu sehen. Was ist aber das Bild? Was kann es sein, wenn seine Bedeutung konstruiert ist? Wegen des engen Zusammenhangs zwischen der Bildherstellung und der Bildrezeption müssen wir wahrscheinlich gezwungen sein, nicht nur begrifflich zu denken, sondern auch verbildlichtes Denken zu entwickeln, wie es der Film selbst ist.

Nun geht es hier konkret um zwei Filme "Der Bus" und "Die innere Sicherheit". Der eine erzählt uns die verhängnisvolle Geschichte der sog. illegalen Arbeiter, der andere konfrontiert uns mit dem nicht weniger fatalen Schicksal einer sich auf der Flucht befindenden Familie. Im ersten wohnen wir einer früheren Erscheinungsform der organisierten Kriminalität, im zweiten den Lebenssituationen der sog. Ex-Terroristen und ihrer Tochter bei.

Die Filme, die wir in kollektiver Form rezipiert haben, werden wir in versuchen unter einem besonderen Aspekt zu lesen und zu analysieren. Da wird also die obige Frage interessant: Wieweit darf der Mensch sein? Schauen wir mal, ob die ausgesuchten Szenen uns beim Umgang mit der Existenzfrage behilflich sein werden - dann sehen wir vielleicht etwas mehr.

> So | 23.02. | 13:30 | Seminarraum im K4